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Reykjavik: Islands kompakte, gut zu Fuss erkundbare Hauptstadt, Iceland

Reykjavik: Islands kompakte, gut zu Fuss erkundbare Hauptstadt

Reykjavik planen: Stadtteile, Kosten, Walbeobachtung, Museen und was sich nicht lohnt. 2-3 Tage empfohlen.

Reykjavik: The Original 3-Hour Whale Watching Tour

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Aktualisiert am:

Quick facts

Entfernung vom Flughafen KEF
50 km, ca. 45 Min. per Bus oder Transfer
Einwohnerzahl
ca. 135.000 (Großraum ca. 230.000)
Währung
ISK — fast überall bargeldlos, Karte überall akzeptiert
Sprache
Isländisch; Englisch wird überall gesprochen
Kaffeepreis
ca. 900-1.100 ISK (ca. 6-7,50 €)

Eine Stadt, die ihren Ruf ohne Mühe verdient

Reykjavik ist nach europäischen Maßstäben klein — man kann das Stadtzentrum in 20 Minuten zu Fuß durchqueren — und doch überraschend dicht an Restaurants, Design, Musik und dem Zugang zu außergewöhnlicher Natur. Fast jeder große Island-Ausflug startet von hier aus, was Reykjavik gleichzeitig zum Ziel und zum Ausgangspunkt macht.

Die Stadt liegt auf einer Halbinsel, die in die Faxaflói-Bucht ragt; im Norden dominiert der Berg Esja die Skyline, und der Atlantik ist von fast jedem erhöhten Punkt aus sichtbar. An klaren Tagen sieht man den Gletscher Snæfellsjökull 120 km entfernt am Horizont.

Reykjavik: The Original 3-Hour Whale Watching Tour

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Die Stadtteile, die man kennen sollte

101 Reykjavik ist der historische Postbezirk und das Herzstück für alle touristischen Bedürfnisse. Laugavegur — die Haupteinkaufsstraße — verläuft ostwärts vom Ingólfstorg-Platz, gesäumt von unabhängigen Bekleidungsgeschäften, Buchläden und einem dichten Netz aus Cafés und Bars. Hier ist es wirklich belebt und wirklich fußläufig.

Grandi ist das alte Hafenviertel nordwestlich des Stadtzentrums, heute Heimat der Ausstellung Whales of Iceland, des zeitgenössischen Kunsthauses Marshall House, mehrerer ausgezeichneter Fischrestaurants und des Ablegerpiers für Walbeobachtungsboote. Für eine angemessene Erkundung sollte man 2-3 Stunden einplanen.

Vesturbær ist überwiegend Wohngebiet, beherbergt aber den geothermischen Strand Nauthólsvík (kostenlos, beheiztes Meerwasserbecken, geöffnet Juni bis August) und den Campus der Universität von Island — ideal für einen ruhigen Morgenspaziergang.

Laugardalur ist das Sport- und Erholungstal am östlichen Rand der Innenstadt. Hier befinden sich das öffentliche Hauptschwimmbad Laugardalslaug (ca. 1.200 ISK Eintritt / ca. 8 €), ein großer Park mit botanischem Garten und das Skulpturenmuseum Ásmundarsafn.

Was tatsächlich Geld kostet

Island ist teuer — das ist kein Mythos. Ein Abendessen für zwei Personen in Reykjavik kostet im Schnitt 12.000-18.000 ISK (ca. 82-123 €) mit je einem Glas Wein. Straßenessen (Pylsur-Hotdogs bei Bæjarins Beztu Pylsur, ca. 600 ISK) und die Mittagsangebote in lokalen Cafés (Suppe mit Brot für ca. 2.500-3.000 ISK) sind die budgetfreundlichen Optionen.

In Supermärkten (Bónus, Krónan, Nóatún) kauft man dieselben Lebensmittel wie überall in Skandinavien zu skandinavischen — nicht zu Touristenpreisen. Eine Weinflasche aus Vínbúðin, dem staatlichen Spirituosengeschäft, kostet je nach Etikett 2.500-4.000 ISK.

Bierpreise in Bars liegen bei 1.200-1.600 ISK pro Pint (ca. 8-11 €). Cocktails 2.200-3.000 ISK. In der Happy Hour (meistens 17:00-19:00 Uhr) kostet es in Lokalen wie Kaffibarinn und Kaldi Bar ungefähr die Hälfte.

Die Museen: welche den Eintrittspreis wert sind

Perlan ist architektonisch am interessantesten: eine Geodätenkuppel auf Warmwassertanks über dem Öskjuhlíð-Hügel mit einer Dauerausstellung über Islands Naturphänomene und einer echten Eishöhle. Eintritt ca. 3.900 ISK (ca. 26 €). Allein schon die Aussicht von der Aussichtsplattform lohnt den Aufstieg. Perlan Wonders of Iceland im Voraus buchen — zeitgebundener Einlass.

Nationalmuseum von Island (Þjóðminjasafn Íslands): die maßgebliche Erzählung von der Besiedlung bis zur Gegenwart, ordentlich kuratiert. Eintritt ca. 2.800 ISK (ca. 19 €). Montags geschlossen.

Siedlungsausstellung (Landnámssýningin): erbaut rund um ein tatsächliches Wikinger-Langhaus, das unter dem Stadtzentrum ausgegraben wurde. Klein, aber wirklich beeindruckend. Eintritt ca. 1.900 ISK (ca. 13 €).

Aurora Reykjavik (Das Nordlicht-Zentrum): eine solide multimediale Einführung in das Aurora-Phänomen. Ehrlich gut für ca. 1.900 ISK, besonders nützlich, wenn man September bis April anreist und verstehen möchte, was man gleich erleben wird.

FlyOver Iceland: eine Bewegungssimulator-Fahrt über Islands Landschaft. Der Touristenfallen-Preis (ca. 3.900 ISK) für ein 20-minütiges Erlebnis ist hoch, aber die Produktion ist gelungen und Kinder lieben es.

Was man überspringen kann: Das Sagenmuseum ist überteuerte Wachsfiguren-Kitschware. Das Isländische Phallologische Museum ist genau das, was es klingt, und genau das wert, was man erwartet.

Walbeobachtung: das Echte

Die Walbeobachtungssaison in Reykjavik erreicht ihren Höhepunkt von Mai bis Oktober, wobei Buckel- und Zwergwale zuverlässig in der Faxaflói-Bucht anzutreffen sind. Die Walbeobachtungs- und Meereslebewesen-Kreuzfahrt vom Alten Hafen legt am Miðbakki-Pier ab — alle seriösen Veranstalter nutzen große, beheizte Boote mit Naturkundlern an Bord und garantieren eine Umbuchung, falls nichts gesichtet wird (meistens wird etwas gesichtet).

Das Schnellboot-Angebot verkürzt die Fahrzeit, bedeutet aber keine beheizte Kabine — entsprechend anziehen und auf starken Spritzwassereinschlag vorbereitet sein. Traditionelle Walbeobachtungsboote sind für Familien und Nicht-Segler komfortabler.

Papageientaucher-Beobachtung läuft von Mai bis August, bevor die Vögel nach Süden fliegen. Kombinierende Wal-und-Papageientaucher-Touren sind verfügbar und bieten gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn man beides in einem Trip erleben möchte. Der eigens gewidmete Leitfaden zur Walbeobachtung in Reykjavik vergleicht die Anbieter.

Ehrliches Essen

Die Gastronomieszene hat sich seit 2015 deutlich verbessert. Folgende Lokale sind ihr Geld wert:

Messinn (Lækjargata 6): der beste Fisch der Stadt zu fairen Preisen. Der gebratene Tagesfang mit Bier für zwei kostet ca. 5.000-7.000 ISK.

Sægreifinn (The Sea Baron, Geirsgata 8): legendäre Hummersuppe, 1.900 ISK. Klein, schlicht, gleichbleibend ausgezeichnet.

Braud og Co (Frakkastígur 16): Islands beste Bäckerei. Zimtschnecken und Croissants, gebacken bis ausverkauft — meistens vor dem späten Vormittag an Wochenenden.

Hlöllabátar (Ingólfsstræti 1 und weitere): selbst zusammengestellte Hummerbrötchen und solide Fish and Chips. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein schnelles Mittagessen.

Vermeiden: Die meisten Restaurants entlang der Laugavegur im Touristenviertel verlangen für vergleichbare Qualität deutlich mehr als Alternativen eine oder zwei Straßen weiter. Die Faustregel: von der Hauptstraße abbiegen.

Ein geführter Foodwalk ist ein effizienter Weg, sich zu Beginn der Reise zu orientieren. Ein geführter kulinarischer Rundgang mit 6 Verkostungen führt durch das Hafengebiet und die Altstadt und gibt eine praktische mentale Karte, wo man für den Rest des Aufenthalts essen kann.

Tagesausflüge und Exkursionen von Reykjavik

Reykjaviks größter Vorteil gegenüber jeder anderen Unterkunftswahl in Island ist die Erreichbarkeit: Jede große Rundreise startet von hier aus, in der Regel mit Hotel-Pickup. Der Goldene Kreis liegt 90 Minuten östlich; die Südküste etwa 2,5 Stunden entfernt; die Blaue Lagune 45 Minuten südwestlich. Der Island-Erstbesucher-Guide erklärt, wie man sie sinnvoll kombiniert.

Für Besucher mit Auto enthält der Leitfaden zum Fahren in Island die ehrlichen Abwägungen zwischen Mietwagen und organisierten Touren.

Nordlichter von Reykjavik aus

Das Polarlicht ist im beleuchteten Stadtzentrum nicht sichtbar — Lichtverschmutzung macht das unmöglich. Aber Veranstalter fahren 30-60 Minuten zu wirklich dunklen Standorten. Die Saison läuft von September bis April, wobei die Tagundnachtgleichen (Ende September, Mitte März) statistisch die aktivsten Perioden sind. In den Mitternachtssonnen-Monaten (Ende Mai bis Mitte Juli) gibt es keine Dunkelheit und damit kein Polarlicht — ohne Ausnahme.

Alle seriösen Nordlicht-Touranbieter bieten eine kostenlose Umbuchungsgarantie an, wenn die Bedingungen schlecht sind — bewölkter Himmel oder geringe Sonnenaktivität. Keinen Aufpreis für “Polarlichtgarantie” zahlen, wenn Umbuchung bereits inbegriffen ist. Den Nordlicht-Saisonführer und den Leitfaden zu den besten Nordlicht-Touren vor der Buchung lesen.

Sky Lagoon: Reykjaviks eigene Geothermie-Spa

Die Sky Lagoon wurde 2021 im Kársnes-Hafen, etwa 7 km vom Stadtzentrum entfernt, eröffnet. Sie hat ein wirklich schönes Infinity-Edge-Design mit Blick auf den Ozean. Eintrittspakete beginnen bei ca. 9.990 ISK (ca. 68 €) für das Pure-Paket inklusive des 7-Schritte-Spa-Rituals. Im Voraus buchen — an Wochenenden ausgebucht. Den vollständigen Sky Lagoon-Leitfaden für einen ehrlichen Vergleich mit der Blauen Lagune lesen.

Praktische Hinweise

Anreise von Keflavík (KEF): Der Flybus fährt alle 30 Minuten, ca. 3.500 ISK einfache Fahrt (ca. 24 €), Ankunft am BSÍ-Busterminal. Private Transfers kosten 6.000-9.000 ISK pro Auto (einfache Fahrt). Die 50-km-Fahrt dauert 45-60 Minuten. Alle Transportmöglichkeiten im KEF-nach-Reykjavik-Guide.

Zu Fuß: Das Stadtzentrum ist kompakt genug, um überall zu Fuß zu gehen. Ein Fahrrad aus dem Reykjavik-Stadtfahrrad-System (ca. 1.000 ISK/Tag) mieten für schnellere Fortbewegung.

Schwimmbäder: Isländer betrachten ihre Geothermalbäder als gesellschaftliche Einrichtungen. Vesturbæjarlaug (Hofsvallagata), Sundhöll Reykjavíkur (Barónsstígur) und Laugardalslaug sind die wichtigsten. Alle unter 1.200 ISK. Dies sind keine Touristeneinrichtungen — es ist lokale Infrastruktur, die von Einheimischen genutzt wird. Duschregeln sind streng und werden durchgesetzt.

Trinkgeld: In Island nicht üblich. Restaurants sind nicht auf Trinkgeld angewiesen; der Service ist bereits im Preis inbegriffen.

Für einen strukturierten Erstbesuch: das 2-Tage-Reykjavik-Reiseprogramm und das 3-Tage-Programm. Bei längeren Aufenthalten die Stadtzeit mit mindestens einem großen Tagesausflug kombinieren — das 5-Tage-Programm zeigt, wie das ohne Auto geht.

Für kostenlose und günstige Reykjavik-Optionen ist der Guide zu kostenlosen Aktivitäten ein praktischer Begleiter. Für das vollständige Kulturprogramm: Reykjaviks Museen und Sehenswürdigkeiten.

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